Uno spettacolo da non perdere

Die Journalistin Angela Fiore schreibt  am 6. November 2021 in der italienischen Zeitung Il Mitte über das Singspielensemble Berlin (hier für uns aus dem Italienischen übersetzt)
 

Eines der Dinge, die wir während der langen Monate der Abriegelung am meisten vermisst haben, war das kulturelle Leben, das in Berlin schon immer so vielfältig und lebendig war wie an nur wenigen anderen Orten auf der Welt. Mit der Wiederaufnahme von Veranstaltungen und Konzerten kann das Berliner Publikum endlich wieder künstlerische Darbietungen aller Art genießen, darunter auch die Oper, insbesondere die italienische Oper, die einen besonderen Platz unter den Leidenschaften der deutschen Opernfans einnimmt. Eine der Aufführungen, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten, ist die des Singspielensembles Berlin "La Serva Padrona - Die Magd als Herrin" von Giovanni Battista Pergolesi, die am Sonntag, den 14. November um 19 Uhr im Bach-Saal der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Tempelhof und Michael, in der Kaiserin-Augusta-Straße 23, aufgeführt wird.

 

Die  Inszenierung von La Serva Padrona durch das Singspielensemble Berlin

Eine Besonderheit dieser Inszenierung, die das Publikum im September verzaubert hat, ist die Aufführung der Oper in einer zweisprachigen Version, bei der die Arien und Duette in der italienischen Originalsprache des Librettisten Gennarantonio Federico gesungen werden, während die Rezitative von Johannes Hampel, der in dieser Inszenierung die Rolle des Uberto spielt, ins Deutsche übersetzt wurden. Die Rezitative enthalten auch Elemente der Improvisation, die dem komischen Geist der Oper entsprechen. In der Grammatik der Aufführung bereichert die Interaktion zwischen den beiden Sprachen die Botschaft als Ganzes und schafft eine Dynamik, die dank dieser Besonderheit funktioniert, die das Publikum dazu ermutigt, eine Sprache, die nicht die eigene ist, auf eine andere Art und Weise zu akzeptieren, und das Verständnis dank der Ausdruckskraft der Interpretation, die Musik, Gestik, Stimme, Regie und schauspielerische Fähigkeiten umfasst, erleichtert.

 

Das Singspielensemble Berlin

Das Singspielensemble Berlin wurde auf Initiative von Maestro Gerardo Colella und Heike Borchardt, die die Rolle der Serpina spielt, gegründet.

„Das Singspielensemble Berlin hat sich auf die Inszenierung von Opern mit reduzierter vokaler und instrumentaler Besetzung spezialisiert und bringt Profis und leidenschaftliche Opernliebhaber zusammen. Auf diese Weise ermöglichen die Produktionen Neueinsteigern den Zugang zur Oper in italienischer Sprache und bieten gleichzeitig den Musikern die Möglichkeit, an einem kulturellen Angebot teilzunehmen, das sich perfekt in die restriktiven Maßnahmen einfügt, die zur Eindämmung der Pandemie noch erforderlich sind. Bei einer geringeren Anzahl von Sängern und Instrumentalisten lassen sich die Kapazitäts- und Raumbeschränkungen besser bewältigen“, vor allem, wenn, wie in diesem Fall, die 3G-Regel gilt (für den Zugang muss eine Impf- oder Genesungsbescheinigung bzw. ein negativer Test vorgelegt werden).

Zu den nächsten geplanten Produktionen gehören Mozarts "Bastien e Bastienne" und Puccinis "Suor Angelica".

 

Link zum Zeitungsartikel im italienischen Original

 

Opera a Berlino: domenica 14 va in scena La Serva Padrona di Pergolesi in versione "bilingue" - il Mitte

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2021

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